Unsere Erfolgsgeschichte beginnt in 1982...

Gründung

Wir haben die Wohnungsgenossenschaft Selbsthilfe Linden eG gegründet, um für einkommensschwache Bevölkerung aus Linden dauerhaft preiswerten Wohnraum zu schaffen. Es war die erste Genossenschafts­neugründung seit 25 Jahren im Bereich Niedersachsen und Bremen.

Schon vor der Gründung propagierten wir den Erhalt von Wohngebäuden im Rahmen der Stadtteilsanierung. Zunächst in der Ahrbergstraße in Linden Süd und anschließend in der Viktoriastraße in Linden Nord. Mit einem speziellen Konzept konnten vom Abbruch bedrohte Häuser zu günstigen Bedingungen erhalten werden. Erforderliches Eigenkapital wurde über Selbsthilfe der künftigen Bewohner erbracht. Mit der Übernahme der Grundstücke und Gebäuderestwerte von der Stadt Hannover in Erbpacht wurde die öffentliche Sanierungsförderung Mietern zugänglich. Vorher konnten diese Gelder nur Hauseigentümern bekommen. Acht Familien mit insgesamt 31 Kindern bezogen die Häuser. Eine hannoversche Zeitung titelte zum Erfolg des „Modells Viktoriastraße“: „Alternativen zur Wohnungsnot: Aus Klabachen Träume gemacht“.

Um das Konzept der Selbsthilfe-Modernisierung auf Mehrfamilienhäuser zu übertragen, gründeten im nächsten Schritt Aktive aus dem Stadtteilforum Linden-Nord im September 1982 die Wohnungs­genossenschaft Selbsthilfe Linden. Nach intensiver Prüfung des Genossenschaftsverbandes folgte im März 1983 die Eintragung beim Registergericht.

Selbsthilfehaus Albertstr. 20 (vorher)
Selbsthilfehaus Albertstr. 20 (Nachher)

Im Jahre 2002 wurde die Wohnungsgenossenschaft Selbsthilfe Linden e.G. mit dem bundesweit ausgelobten Klaus-Novy-Preis geehrt. Unser Vorstand Gerd Nord übernimmt die Blumen anlässlich der Preisverleihung durch den Vorsitzenden des Spar- und Bauvereins Solingen Ulrich Bimberg. Das Thema des Wettbewerbs lautete ”Vom Nebeneinander zum Miteinander”.

Wachstumsschub

Von 1984 bis 2002 wurden insgesamt 18 Gebäude mit 120 Wohnungen mit Selbsthilfe der Genossenschaftsmieter modernisiert. Ab 1986 erwarb unsere Genossenschaft von der Stadt Hannover 27 sogenannte Reprivatisierungshäuser. Die Stadt erfüllte damit ihre gesetzliche Verpflichtung, nach Ende der Sanierung ihren im Rahmen der Sanierung erworbenen Hausbestand wieder zu reprivatisieren. In 1996 bis 1998 baute unsere Genossenschaft drei Mehrfamilienhäuser im sozialen Wohnungsbau u.a. mit einer Kita am Bethlehemplatz.

Pestalozzistr. 6 und 8
Stärkestr. 10
Selbsthelfer in der Kochstr. 11

Heute

Im Jahre 2020 hat unsere Genossenschaft insgesamt 50 Häuser mit 348 Wohnungen und 15 Gewerbeeinheiten in Linden und 412 Mitglieder.

Weitere 21 Genossenschafts-Mietwohnungen für zwei Baugemeinschaften sind in der Ohestraße im Bau und werden 2021 fertiggestellt. Die Finanzierung erfolgt teilweise über Mieterdarlehen und nutzungsbezogene Pflichtanteile. Die Bewohner erhalten dafür Dauernutzungsrechte und langfristi-ge Mietreduzierungen.

Bild: Grundsteinlegung Ohe-Höfe, 28.06.2019

 

Morgen

Wohnen ist ein Menschenrecht. Wohnungsnot überwinden, braucht kommunale Wohnungs­unternehmen und Genossenschaften als Problemlöser und Mietenbremse. Dauerhaft helfen keine Sozialwohnungen als Zwischennutzung mit auslaufenden Mietbindungen. Es braucht eine nachhaltige, sozial vielfältige, demokratische und ökologische Stadtentwicklung. Die Stadt Hannover sollte in diesem Sinne ihre Möglichkeiten einer offensiven Bodenpolitik nutzen.